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Wir sind die Großen!
Wir sind die Großen!
Schutz für den Bauch
Die Gefahr einer Verletzung durch den Gurt besteht viel eher am Bauch als am Hals. Gute Sitzerhöhungen verfügen daher über spezielle Gurtführungen (Gurthaken oder -hörner), um vor allem den Beckengurt exakt über das kind-liche Becken zu führen. Billigprodukte bieten diese Schutzeinrichtungen nicht. Bei ihnen besteht daher im Fall einer Kollision das Risiko des Becken-gurt-Abgleitens in den Bauchraum – und somit schwerer Verletzungen an inneren Organen.
Rückendeckung
Die Rückenlehne – bei Qualitätsprodukten gleich fix montiert – erfüllt mehrere wichtige Schutzfunktionen:
- Sie führt den Schultergurt exakt über die Mitte der Schulter – die Gurtführung folgt automatisch dem höhenverstellbaren Kopfteil.
- Die Rückenlehne ersetzt eine fehlende Fahrzeugkopfstütze.
- Sie bietet einen guten Seitenaufprallschutz für den Kopf und – bei neueren Modellen – auch für den Rumpf.
- Sie verhindert das Zusammensinken des Oberkörpers beim Einschlafen und vermeidet so einerseits das Absinken des Kopfes in den Entfaltungsbereich eines Seitenairbags und andererseits das Entgleiten des Kindes aus dem Schultergurt.
- Last but not least bieten hochwertige Systeme auch eine definierte Ruhestellung, die das Schlafen auf langen Strecken deutlich angenehmer macht. Besonders komfortable Modelle bieten eine zusätzliche Beinablage.
Begleiter über viele Jahre
Die Kindersitze der Großen werden von allen Kinderrückhaltesystemen am längsten verwendet – bei einer Einsatzzeit von rund acht Jahren zahlt es sich daher absolut aus, ein hochwertiges Schutzsystem mit strapazierfähigem Bezug zu wählen. Apropos Bezug: Neutrale, zeitlose Designs sind auf lange Sicht die beste Wahl.
Faule Kompromisse
Traurig, aber wahr: Die Sicherung von Kindergarten- und Schulkindern wird in vielen Familien mit der Zeit immer nachlässiger gehandhabt. Schuld daran: Zeitdruck und mangelnde Konsequenz. Der faule Kompromiss lautet dann oftmals: kein Sitzkissen mehr, aber angeschnallt. Ein fataler Fehler im Falle einer Kollision: Bei einem Aufprall wird das Kind in die Sitzbank gedrückt und weicht dabei dem Beckengurt aus. Dieser rutscht vom Beckenknochen ab und dringt mit ungeheurer Wucht in den Bauchraum ein. Schwerste und lebensbedrohliche Unterbauchverletzungen sind die Folge.
Gurt, quo vadis?
Manche Gurte sind leider auf Irrwegen unterwegs: verdreht, falsch geführt, nicht straff genug.
Häufigster Fehler beim Sichern des Kindes: falscher Gurtverlauf im Beckenbereich. Der Beckengurt muss in beide Gurthaken eingelegt werden. Den Schultergurt hängt man in den näher liegenden Gurthaken des Kindersitzes ein. Der Gurt muss über die Mitte der Schulter verlaufen – eine gute Rückenstütze ist dabei hilf-reich.
Zweithäufigster Fehler: Der Gurt ist nicht straff genug festgezogen. Wenn ältere Kinder selbst ihren Gurt schließen wollen, muss sich der Fahrer davon überzeugen, dass der Gurt auch tatsächlich straff sitzt.
Fazit: Der Gurt muss richtig eingehängt und straffgezogen sein und er darf nicht verdreht sein. Achten Sie beim Kauf einer Sitzerhöhung darauf, dass sie mit dem Fahrzeug – insbesondere mit Kopfstütze und Gurtgeometrie – kompatibel ist. Ein Probeeinbau schafft in dieser Hinsicht Klarheit.
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